Günstiger in Restaurants essen und Leerzeiten minimieren? Auf ein Wort mit: MomenZ

In unserer Startup-Interview-Reihe „Auf ein Wort“ spricht Capmatcher mit spannenden Startups und Gründern nicht nur über deren Projekte, sondern auch über Hürden und Herausforderungen, die durchlebt werden mussten. Heute treffen wir Dimitrij Scholochow von momenZ, der gemeinsam mit dem Gründerteam die Gastronomie fairer und besser mit dem Endkunden verbinden möchte. Beide Seiten sollen hierbei profitieren – wir sind gespannt!


Stellt euch doch einfach mal kurz vor. Wer seid ihr und um was geht es in eurem Startup?

Mit unserem MomenZ-Konzept verbinden wir die Gastronomie mit Endkunden. Durch ein bisher einzigartiges Angebot für MomenZ-Kunden. aber auch MomenZ-Partner, ermöglichen wir, dass beide Seiten von unserem Konzept zu profitieren: Kunden können günstiger tolle neue Restaurants kennenlernen und Restaurants haben mehr Gäste zu Zeiten, in denen normalerweise weniger bis gar keine Kundschaft da ist – also die in der Gastronomie sogenannten „Leerzeiten“.

Wie funktioniert das genau?

Bei unserem Konzept bekommt ein Mitglied bei allen teilnehmenden Restaurants 25% auf die Gesamtrechnung oder „2-for-1“, wobei das günstigere Gericht umsonst ist. Voraussetzung ist, man kommt mit einer zweiten Person zu den Angebotszeiten. Das Beste daran ist: Man kann so oft man möchte, sogar mehrmals täglich, bei jedem Restaurantbesuch sparen.

Das bedeutet, unsere Mitgliedschaft lohnt sich für alle, die mindestens einmal im Monat essen gehen und gerne neue Restaurants entdecken möchten. In einem Probemonat können die Vorteile von MomenZ getestet werden. Die Jahres-Mitgliedschaft kostet aktuell zum Einführungspreis 59 Euro (statt regulär 79 Euro) bei jährlicher Abrechnung oder nur 6,50 Euro (statt 8,50 Euro) bei monatlicher Abrechnung.

Wie sieht das auf Seiten der Gastronomiepartner aus?

Auf der Seite der Gastronomiepartner wird genauer deutlich, wo der wichtige Unterschied zu scheinbar ähnlichen Konzepten liegt. Partnerrestaurants müssen bei uns nichts bezahlen, weder irgendwelche Gebühren noch sonstige Provisionen pro Kunde. Die Gastronomen schätzen dies sehr an unserem Konzept, weil es sich hierdurch gravierend von der Konkurrenz abhebt.

Die Gastronomen schätzen dies sehr an unserem Konzept, weil es sich hierdurch gravierend von der Konkurrenz abhebt.

Dieser Umstand ermöglicht uns eine wesentlich leichtere Akquise von Partnern, was unseren Mitgliedern wiederum ein umfangreicheres Angebot bietet. Ein zweiter Vorteil für Restaurants ist die Möglichkeit seine Angebotszeiten selbst zu bestimmen. Dabei ist es den Gastronomen vollkommen freigestellt, ob die Rabatte nur einen Tag oder sieben Tage die Woche gewährt werden. Ebenso, ob sie sich für nur ein paar Stunden oder den ganzen Tag entscheiden.

Die meisten Restaurants wählen hier ihre Leerzeiten, also Zeiten mit wenig Kundschaft. MomenZ ermöglicht in diesem Moment die Option auf Umsatzsteigerung und da jedes Restaurant individuelle Angebotszeiten angibt, haben unsere Mitglieder durchgehend Restaurants in der Nähe, die MomenZ-Angebote anbieten. Ein weiterer wesentlicher Vorteil unserer Partner ist kostenlose Werbung auf sämtlichen Social Media-Kanälen.

Wann kam euch die Idee für dieses Konzept?

Die zündende Idee für MomenZ kam uns während eines Mittagessens. Bei einem guten Italiener in Köln waren wir mittags fast die einzigen Gäste. Kurzerhand kamen wir mit dem Gastwirt ins Gespräch darüber, warum das so ist und wie sich solche Leerzeiten vermeiden ließen. Auch haben wir uns gefragt, warum andere Konzepte, die bereits den Markteintritt versuchten, von den Gastronomen nicht gefragt oder gewünscht waren.

Anschließend begannen wir mit der Recherche und erste Ideen und Konzepte wurden entwickelt: Es gibt in der Gastronomie Phasen, in denen Restaurants starke und weniger starke Besucherzahlen haben. Jeder einzelne Gastronomiebetrieb hat dabei ganz unterschiedliche Phasen über den Tag und die Woche verteilt. In diesen niedrig-frequentierten Phasen sollen MomenZ-Kunden dann ausgewählte Angebote bekommen. Ähnliche Konzepte in anderen Ländern, noch nicht aber in Deutschland, sind bereits seit Jahren erfolgreich auf dem Markt etabliert.

Warum seid ihr anders und warum seid ihr der Meinung, dass gerade jetzt der richtige Zeitpunkt gekommen ist?

Allgemein kann man sagen, dass die Gesellschaft immer schnelllebiger und teurer wird, jeder möchte immer flexibler sein und selbst bestimmen, wann, wo und wie man Zeit für gemeinsame Momente mit Freunden oder dem Partner verbringt. Und genau hier sind wir anders, weil bei uns die gemeinsame Zeit im Mittelpunkt steht. Für uns ist es wichtig, dass unsere Kunden wieder mehr Zeit mit ihren Liebsten verbringen und das geht nicht besser als bei einem guten und erschwinglichen Moment beim Essen, weit weg von der Arbeit und dem alltäglichen Stress. Gemeinsam essen zu gehen hat in der heutigen Zeit einen immer höheren Stellenwert, um Kontakte zu pflegen und gemeinsame Zeit zu verbringen. Laut Statistiken gehen knapp 25 Mio Menschen mehrmals im Monat essen und etwa 2,5 Mio sogar mehrmals wöchentlich auswärts essen.

Auch durch die voranschreitende Digitalisierung sind alle mit ihren Smartphones unterwegs und Restaurants wird immer mehr bewusst, dass man neue Wege gehen muss, um Kunden zu gewinnen und vor allem zu halten. Es besteht die Möglichkeit, die MomenZ-Card sowohl digital in der App zu nutzen, als auch analog als Karte in der Geldbörse immer mit sich zu führen. Damit sprechen wir nicht nur die neuere Generation an, sondern auch die ältere.

Was war bislang eure größte Herausforderung? Wie habt ihr sie gelöst?

Wir haben von Anfang an mit mehreren Herausforderungen gehapert. Nachdem wir sehr viel positives Feedback für die Idee und die App bekommen haben, wurde es auch Zeit, Restaurants von unserem Konzept zu überzeugen. Hier hatten wir bislang die größte Herausforderung: Wir mussten verstehen wie Restaurants und vor allem die Besitzer und Geschäftsführer ihren Tag strukturieren, Technologie nutzen und kommunizieren.

Wir mussten verstehen wie Restaurants und vor allem die Besitzer und Geschäftsführer ihren Tag strukturieren, Technologie nutzen und kommunizieren.

Wir haben verschiedene Methoden und Ideen evaluiert, um die Entscheidungsträger zu erreichen. Hier hat sich dann der einfache Telefonanruf mit einem anschließenden persönlichen Meeting durchgesetzt, in welchem wir 9 von 10 Restaurants von den MomenZ-Vorteilen überzeugen konnten. Schneller wachsen werden wir durch Partnerschaften mit Systemgastronomen und größeren Restaurantketten.

Was ist euer nächster anvisierter Meilenstein? Was ist diesbezüglich euer aktueller Engpass?

Nach unser erfolgreichen Funding-Kampagne auf seedmatch fokussieren wir uns jetzt komplett auf NRW und wollen noch mehr Restaurants in den unterschiedlichen Städten gewinnen. Parallel soll das Branding von MomenZ verstärkt werden, um noch mehr Kunden von MomenZ zu überzeugen.

Dafür haben wir aber auch wieder starke Partner gefunden, die in der Food-Community gut verankert sind und uns bei der Marktdurchdringung unterstützten. Durch die unterschiedlichen Stakeholder in der Food-Branche gibt es nicht den einen Partnern, sondern ein Potpourri an verschiedenen Playern mit unterschiedlichen Stärken.

Bist du zufrieden mit der Gründerkultur in Deutschland? Würdest du dir in einem Punkt mehr Unterstützung erhoffen?

Man kann die Gründerkultur in Deutschland von mehreren Perspektiven betrachten. Als Gründer hat man in Köln eine tolle Community, die auch mit den gleichen Herausforderungen kämpft und sich auch darüber gerne austauscht.

Jedoch ist die Risikobereitschaft auf Seiten der Investoren nicht so hoch, was es natürlich schwieriger macht, gute Partner zu finden. Dadurch verbringt man viel Zeit damit, viele verschiedene Investoren zu überzeugen, um das Risiko für die klein zu halten. Da könnten wir uns von der Startup-Kultur in Kalifornien oder Tel Aviv eine Scheibe abschneiden.


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